Spitzenausgleich durch ein Energiemanagementsystem ISO 50001

Sie möchten auch zukünftig vom Spitzenausgleich profitieren und zusätzlich Energiesteuern sparen?  Sie möchten die ISO 50001 unfallfrei anwenden und von den zahlreichen Vorteilen eines Energiemanagementsystems profitieren? Dann lesen Sie gleich weiter! Wir informieren Sie nachfolgend zu den wichtigsten Änderungen in 2013 und zeigen Ihnen, wie Sie dennoch vom Spitzenausgleich profitieren können! Übrigens sparen Sie mit der ISO 50001 auch ohne den Spitzenausgleich durch eine gesteigerte Energieeffizienz bares Geld!

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Energiesteuern – zertifiziertes Energiemanagementsystem bzw. Energieaudit wird Pflicht!

Gemäß §10 StromStG und §55 EnergieStG können Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen vom sogenannten Spitzenausgleich profitieren. Dabei werden Unternehmen über die allgemeine Steuerermäßigung hinaus von der verbleibenden Steuerlast zusätzlich entlastet. Die Voraussetzungen haben sich nun geändert, da Änderungen zum Energie- und Stromsteuergesetz in Kraft getreten sind.

Aufgrund dieser Änderung müssen produzierende Unternehmen, wenn sie weiterhin vom Spitzenausgleich und den Erleichterungen bei den Strom- und Energiesteuern profitieren möchten, ab 2013 den Aufbau eines Energiemanagementsystems und ab 2015 die erfolgte Zertifizierung vom Energiemanagementsystem nachweisen.

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Steigerung der Energieeffizienz – Energiemanagementsystem ISO 50001

In der Einführungsphase 2013/2014 müssen produzierende Unternehmen damit beginnen ein Energiemanagementsystem ISO 50001 oder EMAS einzuführen. Nur wenn die Einführung des Energiemanagementsystems in dieser Phase nachweislich begonnen wurde und bis Ende 2014 abgeschlossen ist, wird der Spitzenausgleich weiterhin gewährt.

Eine weitere Voraussetzung für die Gewährung vom Spitzenausgleich ab 2015 ist, dass das produzierende Gewerbe in Deutschland eine vorgegebene Steigerung der Energieeffizienz erreicht. Arbeiten die Unternehmen energieeffizient, verbessern sie auch in Summe die Energieintensität in Deutschland. Der aktuelle Gesetzesentwurf setzt den Zielwert zur Reduzierung der Energieintensität für das erste Jahr aller produzierenden Unternehmen mit einer Verbesserung um 1,3% fest. Die nachfolgenden Zielwerte sollen dann sukzessive gesteigert werden.

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Sonderregelungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Für kleine und mittlere Unternehmen (<250 Mitarbeiter, <50 Mio. Euro Jahresumsatz) gelten Sonderregelungen, sie können alternative Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz installieren, die den Anforderungen der DIN EN 16247-1 entsprechen. Mithilfe eines Energieaudits entsprechend DIN EN 16247-1 lässt sich eine „energetische Bewertung“ durchführen. Diese stellt die Basis dar für die Ableitung „wirtschaftlicher Einsparmaßnahmen“, für die Sicherung der Vorteile des Spitzenausgleichs und – falls erwünscht – für die Entwicklung eines dauerhaften Energiemanagementsystems.

Betrachtet man die Kosten der Einführung eines Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 bzw. eines Energiemanagementsystem ISO 50001 und stellt diese den Einsparungen durch den Spitzenausgleich gegenüber, amortisieren sich die Kosten schnell.  Jedoch: Energieaudits und Energiemanagementsysteme zahlen sich in der Regel über die Effizienzsteigerungen auch ohne den neuen gesetzlichen „Zwang“ schnell aus.

 

>> Berechnen Sie hier anhand der Rechenbeispiele Ihre jährliche Einsparung! 

Unternehmen 1:

800 MWh Stromverbrauch, 1000 MWh Erdgasverbrauch
50 Mitarbeiter, Arbeitsentgelt: 1.500.000 €
Stromsteuer allg. Erstattung 3854 €
Spitzenausgleich 941 €
Energiesteuer allg. Erstattung 1130 €
Spitzenausgleich 1377 €
Jahres-Gesamtentlastung 7302 €

Unternehmen 2:

500 MWh Stromverbrauch
20 Mitarbeiter, Arbeitsentgelt 400.000 €
Stromsteuer allg. Erstattung 2315 €
Spitzenausgleich 3722 €
Jahres-Gesamtentlastung 6037 €

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Was steckt eigentlich hinter den Begriffen Energiemanagement und Energieaudit?

Mit betrieblichem Energiemanagement (EnM) kann man bares Geld sparen, die Umwelt schützen und für die Zukunft vorsorgen. Wer kann es sich leisten, sich nicht damit zu beschäftigen? Das betriebliche Energiemanagement ist das systematische Herantreten an zukunftssicheren Energieeinkauf, Energieanwendung und effiziente Energienutzung. Die Bandbreite reicht vom Einsatz effizienter Technologien bis zum Lichtausschalten. Dabei wird das bewährte Vorgehen des betrieblichen Managements genutzt.

Energieaudits“ sind nicht zu verwechseln mit „Energiemanagement-Audits“. Letztere sind ein qualitätssichernder Bestandteil vom Energiemanagementsystem ISO 50001. Ein Energieaudit hingegen ist – so auch im Sinne der Definition der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie und des deutschen EDL-Gesetzes – „ein systematisches Verfahren zur Erlangung ausreichender Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil (z.B. eines Gebäudes, eines Betriebsablaufs, einer Industrieanlage oder einer Dienstleistung) zur Ermittlung, Quantifizierung und Darstellung der Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen“. Energieaudits schaffen also die Grundlage dafür, wirtschaftliche Energie-Einsparmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen. Sie können entsprechend als einzelne Dienstleistung („Energieberatung“) durchgeführt werden oder Teil der internen energetischen Bewertung im Rahmen eines Energiemanagementsystems sein.